Wenn die Nerven flattern
Die Szene vorhin im Zug hat mich (wieder mal) sehr nachdenklich werden lassen…
Da sitzen ein paar junge nette Damen im Zug neben mir und sind am quatschen und beobachten dabei mich und meine Kleinste wie wir zusammen spielen, wobei sie auch immer wieder mit uns mit lachen. Währenddessen reden sie über Themen an denen ich mich locker hätte beteiligen können und eigentlich auch wollte.
Mein Hirn rattert und spuckt einen brillanten Satz nach dem anderen in Richtung meiner Ganglien, jedoch scheinen diese sich irgendwie unterwegs zu verfransen denn nicht einer dieser lyrischen Meisterwerke findet den Weg zu meinem Mund.
Ich muss gestehen ich bin von Hause aus sehr schüchtern, auch wenn man mir dies nicht immer anmerkt, denn ich habe im Laufe der Jahre gelernt damit umzugehen.
Immer wieder die selbe Szene… es ist wie verhext…
Wie kann es sein dass ein ansonsten in sich ruhender Mensch, der weiss was er will und wie er es kriegt, Nervenflattern kriegt so bald es darum geht ein ihm unbekanntes Exemplar der weiblichen Gattung anzusprechen?
Egal wie ich es drehe und wende, ich finde keine Erklärung für diese Aussetzer. Ich weiss nur dass ich schon immer ein Mensch war dessen Gehirn ständig auf Hochtouren arbeiten, naja… ausser am Montag Morgen.. oder generell am Morgen vor den ersten zwei Kaffees
Wenn ich dann aber mal den ersten Schritt gewagt habe ist alles in Butter und es ergibt sich eigentlich immer eine sehr angenehme Zeit.
Irgendwie erinnert mich die Szene an einen Arztbesuch… wenn ich weiss ich kriege eine Spritze… durch meine Erfahrungen in der Kindheit habe ich einen grooooosssen Respekt vor Spritzen.. auch wenn ich eigentlich weiss dass ich nichts, oder beinahe nichts, spüren werde von der eigentlichen Aktion verkrampft sich mein Magen schon beim bloßen Gedanken daran dass ich später dann eine Spritze kriegen werde.Im Nachhinein beehrt mich immer die Erkenntnis darüber dass doch die Vorfreude die “schönste” Freude ist, mit ihrer Anwesenheit.
Wie ihr wisst fotografiere ich für mein Leben gerne und darf mit ruhigem Gewissen behaupten dass ich dies auch sehr erfolgreich tue
Deshalb habe ich mich, spontan wie ich nunmal bin, dazu entschlossen, als aktive Therapieform für mich, ein zwei Stufen Programm ins Leben zu rufen…
Einerseits werde ich mich als Partyfotograf verdingen um diese Scheu vor den ersten Worten aktiv zu bekämpfen und andererseits starte ich ein neues Projekt.
Bei diesem Projekt werde ich nun das angenehme mit dem nützlichen verbinden und zwinge mich selber mit fremden Menschen (insbesondere Menschinnen) zu kommunizieren um mich meinem Unbehagen zu stellen.(Weitere Details werden in Kürze folgen, ich möchte jedoch erstmal den Webauftritt dieses Projektes ein wenig ansprechend gestalten und meine Mission in Worte fassen.)
Aber bis dahin wäre ich froh um ein wenig Unterstützung von euch allen…
Meine lieben weiblichen Leser, wie würdet ihr darauf reagieren wenn euch ein wildfremder, aber dennoch total netter und sympathischer, junger Mann anspricht. Um mit euch ein paar Fotos zu schiessen, entweder gleich dort wo wir uns treffen oder wenn ihr mögt auch in einem richtigen Fotostudio?
Meine lieben männlichen Leser, wie würdet ihr an diese “Problematik” ran gehen? Eine Frau anzusprechen um ein paar Fotos von ihr zu schiessen, entweder gleich vor Ort oder wenn sie mag in einem professionellen Fotostudio?

Dieser Beitrag wurde veröffentlicht am 6.Juni 2008 um 21:46
Abgelegt unter: Nachdenklich, Tom erklärt
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