Die Streunerin
In letzter Zeit streicht bei uns immer wieder eine streunende Katze durch die Nachbarschaft und durch unseren Garten.
Irgendwie macht die Katze einen sehr zutraulichen, aber trotzdem total verwahrlosten Eindruck.
Sie scheint keinem zu gehören und ist immer halb verhungert wenn sie bei uns ist… wobei dies nichts heissen muss, unserer Katze erweckt auch immer den Anschein, als ob sie immer kurz vor dem Hungertod stehe.. die denkt sich wohl.. sicher ist sicher ..
Gerade diese Mischung aus Wildheit und Zutraulichkeit finde ich total faszinierend…
Ich habe sie letztens mal versucht zu fotografieren… aber ich glaube sie mochte dies nicht sonderlich
Ich / Wir sind im Moment echt unsicher was wir mit ihr machen sollen… wenn es so weiter geht, schnappen wir sie uns und gehen mit ihr zum Tierarzt um ausfindig zu machen ob sie einen Chip hat…
Weiss jemand was das auf ihrem Rücken sein könnte?
Irgendwie würden wir sie ja gerne adoptieren.. nur sind wir uns nicht sicher wie unsere Katze und unser Hund darauf reagieren würden … und die haben eindeutig den Vorrang…
Unsere Katze ist uns vor Jahren auch zugelaufen, sie sass als ein paar Wochen altes Elend, dreiviertel Tot bei uns im Garten… wir haben sie dann aufgenommen und aufgepäppelt… das merkt man ihr an, sie hat uns total als Familie akzeptiert und weicht uns nicht mehr von der Seite
Was meint ihr? Was würdet ihr wegen dieser Streunerin unternehmen?

Dieser Beitrag wurde veröffentlicht am 8.April 2009 um 9:48
Abgelegt unter: Nachdenklich, Tom erklärt
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WoW, einwirklich schönes Tier aber sie ist traurig. Nimm sie und geh zum TA um zu schauen ob sie nen Chip hat, wenn nicht, vielleicht nen Aushang machen in der Nachbraschaft. Aber gut geht es ihr nicht…
Einen Kommentar hinzufügenIn letzter Zeit sind unzählige Familien vom Ort weggezogen, der grösste Bau im Dorf wird renoviert und saniert, somit mussten alle die dort wohnten weg.
Einen Kommentar hinzufügenEvtl hat sie jemand einfach zurück gelassen… aber das ist noch eine Vermutung ins Blaue…
Hm…
Wär natürlich ne Möglichkeit, aber wär echt traurig wenn das so gewesen sein sollte.
was den Rücken angeht… sieht ja irgendwie so aus als würde das das fell gegen den Wuch laufen *gg* Aber um mehr zu sage müsste man sie anfassen können. Vielleicht ne Verletzung?
Einen Kommentar hinzufügenöhm… sorry… aber ich stehe auf dem Schlauch, was ist ein Wuch?
Einen Kommentar hinzufügenDen Strich… Wie komm ich nur auf Wuch???
Sorry
Einen Kommentar hinzufügensperr sie über nacht mit deiner katze und deinem hund in einem raum ein. wer überlebt darf bleiben.
darwinismus. so funktioniert die natur.
(achtung: ironie)
ich würde sie behalten und basta. eventuell ein paar “Katze zugelaufen” zettel mit foto im dorf rumhängen (wg. dem guten gewissen).
Einen Kommentar hinzufügenBitte entschuldige das lange Post:
Ich versorge hier im Dorf auch einen Streuner um den sich niemand kümmert. Die Katze auf dem Bild scheint eine Halbperserin zu sein. Si hat ein nicht so flaches Gesicht wie Perser, aber sie ist eine Schönheit. Gestatte mir, dass ich dir ein Gedicht einfüge und dann entscheide aus deinem Herzen heraus, was mit ihr passieren soll:
Der Streuner
Gestatte mir-man nennt mich “Streuner”!
Mein Zuhaus’ die Straße ist;
ich zieh’ herum wie ein Zigeuner,
ähnlich schlecht mein Anseh’n ist.
Aber, Mensch, was soll ich machen??
Wär’ auch lieber wo daheim!!
Würd’ gern über Hunger lachen
und vor Frost geborgen sein!
Meine Freiheit ist viel wert,
muss ich offen eingesteh’n -
doch am heimeligen Herd,
ist’s im Winter doppelt schön!
Was soll’s – ich wurde nicht gefragt,
was mein Wunsch fürs Leben ist.
Drum sag’ ich mir stets unverzagt:
Das Beste draus zu machen ist!
So zieh’ ich los auf meinen Wegen
und hoffe auf des Menschen Gunst.
Doch dieser hat vom Streunerleben
oft leider keinen blassen Dunst.
Ein Streuner – fasst den bloß nicht an!”,
so ruft man seinen Kindern zu,
“Der schleppt nur Krankheit uns heran.”
Und schon schlägt man die Türe zu.
Mit etwas Glück gewährt man mir
an kalten, grauen Wintertagen
in einem Schuppen ein Quartier,
anstatt mich herzlos fort zu jagen.
Ist jemand gütig, ab und an,
so lässt er mich nicht lange warten,
stellt mir ein Schälchen Futter dann
nach draußen in den Garten.
Die meisten jedoch fürchten sehr,
ich könnt’ mich dran gewöhnen,
und wollt’ vielleicht dann nimmermehr
dem Wandersleben frönen.
Heut kratz’ ich nun an Deiner Tür -
ob Du wohl freundlich mir gesinnt?
Ich bin erstaunt: Du öffnest mir -
und bittest mich ins Haus geschwind.
Freundlich redest Du mit mir,
während Du mir Futter gibst,
Fühl’ mich wohl zu Gast bei Dir!
Scheint, als ob Du Katzen liebst…
Wärme hüllt mich wohlig ein,
nicht länger quält der Hunger mich -
fast zu schön, um wahr zu sein!
Mensch – ich fühl mich königlich!
© Birgit Lötzerich
Einen Kommentar hinzufügen@Alex: Ach soooo
Stimmt, hat wirklich so ausgesehen… mittlerweile hat jemand diese Wulst entfernt.
@Harry: Wenn wir nicht schon einen Hund und eine Katze beheimatet hätten, sofort…
Aber bei aller Zuneigung für die Streunerin, die heimischen haben Vorrang…
Aber wir finden schon eine Lösung
@Anne: Es gibt nichts zu entschuldigen, im Gebenteil, ich danke dir für deinen langen Beitrag
Einen Kommentar hinzufügenWie du ja schon gesehen hast, habe ich einen Teil deines Kommentars bereits dankbar weiter verwendet
Hallo!
Einen Kommentar hinzufügenIch wollte nur mal fragen was aus der Streunerin geworden ist!
Wir haben selber einen Streuner aus Potsdam aufgenommen und überlege ob ich nicht ein schönes warmes Zuhause für sie organisieren kann.
Viele liebe Grüße!
Hallo Susanne,
mittlerweile scheint sich jemand der Streunerin angenommen zu haben.
Sie wurde gestriegelt und hat nun ein Halsbändchen um.
Sie hat aber trotzdem noch Hunger wie eh und je, wenn sie uns mal besuchen kommt.
Ich hoffe deine Streunerin findet ein tolles Plätzchen an dem sie zur Ruhe kommen kann.
Liebe Grüsse auch von mir an euch alle
Einen Kommentar hinzufügenOh wie schön zu hören!!!
Das mit dem Hunger wird bestimmt noch eine Weile so bleiben. Wir haben unseren Streuner seit 4 Wochen bei uns und er frißt immer noch alles komplett auf was man ihm vor die Nase setzt.
Wir haben uns schrecklich in ihn verliebt und können uns von unserem Momo nicht mehr trennen!
Du hast übrigens ne sehr schöne Seite mit tollen Fotos!
Alles Liebe an euch alle!
Einen Kommentar hinzufügenWir sind auch sehr froh darüber zu sehen dass sie nun langsam wieder aufbaut.
sie sieht echt schon viel besser aus, als noch bis vor kurzem.
Das mit dem Fressen hat sich halt so eingebrannt…
Es fällt uns richtig schwer, ihr nichts mehr zu geben.
Schliesslich hat sie ja jetzt ein Zuhause und wir möchten dass sie sich daran gewöhnt, dass ihr Essen nun von dort kommt.
unsere Katze die bei uns lebt ist uns seinerzeit auch zugelaufen, nur ein paar Wochen alt und mehr tot als lebendig, haben wir sie aufgepeppelt und grossgezogen…
Sie ist echt ein bestandteil der Familie geworden und wir möchten sie auf gar keinen Fall mehr missen
und vielen Dank für dein Kompliment
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